Print This Page

Tunnel-Hilfe

Die Hilfe - rettende (Feuerwehr-) Engel

In der Nothaltebucht angekommen, steige ich aus und betrachte den Schaden. Ein ordentlicher Platten hinten rechts. Eine Weiterfahrt wäre Leichtsinn gewesen.

Doch schon bittet mich eine Lautsprecherstimme, in die Sprechstelle (eine Art Telefonzelle an der Tunnelwand) zu kommen.

Ich gehe also rein, finde die zu drückende Sprechtaste und es ergibt sich in etwa folgender Dialog: Zuerst wird von mir Art der Panne, Name und Fahrzeugkennzeichen abgefragt. Man fragt, ob ich Hilfe benötige, was ich verneine. Abschließend die Auskunft: „Sie verstehen, dass ich die Polizei benachrichtigen muss. Und wundern Sie sich nicht, wenn gleich die Tunnelfeuerwehr kommt. Ihnen entstehen dadurch keine weiteren Kosten.“

Gut, denke ich, hole Wagenheber und Drehkreuz, beginne das Fahrzeug anzuheben. Nebenher bemerke ich, dass zumindest in diesem Teil des Tunnels per Leuchtanzeige die rechte Spur gesperrt wurde und von zulässigen 80 auf 60 km/h gedrosselt wurde.

Das auf den letzten Metern eingeschaltete Martinshorn des ankommenden Wagens der Feuerwehr schreckt mich auf. Aus dem Fahrzeug, welches die Haltebucht nun noch zusätzlich absichert, steigen 3 Einsatzkräfte und (offensichtlich) der Einsatzleiter bittet mich um meine Papiere.

Als ich mich wieder an das Lösen der Radmuttern mache, erhalte ich unerwartet tatkräftige Hilfe von den Feuerwehrleuten. Ohne viele Worte wird das defekte Rad gelöst, mir das Ersatzrad aus der Hand genommen und festgeschraubt, das Fahrzeug heruntergelassen. Als ich alles wieder einpacke meint noch einer tröstend: „Hm, ja - Sch...-Situation!“

Arg erleichtert kann ich mich nun wieder ans Lenkrad setzen. Entsprechend der Anweisung des Fahrzeugführers der Einsatzkräfte fahre ich zuerst los und ordne mich über die immer noch gesperrte rechte Spur in den fließenden Verkehr ein.

Noch immer etwas verdattert fahre ich die restliche Strecke bis Ilmenau und komme zu meiner Verwunderung nur wenige Minuten zu spät in meiner Arbeitsstelle an.

Zu diesem Zeitpunkt und auch in den darauf folgenden 2 Monaten bin ich froh über eine durchaus positive Erfahrung mit der Sicherheit im Tunnel und menschlicher Hilfsbereitschaft, doch dann erreicht mich ein Schreiben ...

Letzte Seite: Tunnel-Panne
Nächste Seite: Tunnel-Falle?