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Standard-Disketten


Das grundlegende Prinzip der Speicherung von Daten auf Diskette sieht dabei folgendermaßen aus:

Die Dikette ist einer runde Plastikscheibe, die mit magnetisierbarem Materiual angereichert ist. Sie ist durch eine mehr oder weniger flexible Hülle vor Fremdeinwirkungen geschützt und besitzt in der Mitte ein Loch zur Aufnahme des Antriebes. Die beiden älteren Diskettentypen (8" und 5,25") wurden durch eine abnehmbare Papierhülle vor Fremdeinwirkung geschützt, während 3,5"-Disketten mit einem verschiebbaren Matallverschluss
gesichert sind (hier nicht dargestellt).

Da ich leider nur noch wenige 8"-Disketten besitze und diese sich im Aufbau auch nur unwesentlich vom etwas kleinerem Typ unterscheiden, habe ich auf die Zerlegung und Darstellung einer solchen hier verzichtet.

3,5" Disketten werden mit 300, 5,25" Disketten mit 360 U/min angetrieben. Die Drehbewegung dient dabei einerseits dem Erreichen aller Schreib/Lesepositionen, andererseits der Erzeugung des Induktionsstromes. Bei 8" und 5,25"-Laufwerken erfolgt die Mitnahme durch Festklemmen der Scheibe auf der Antriebswelle. Da hierbei Schlupf nicht ausschließbar ist, befindet sich in der Magnetscheibe ein sogenannte Indexloch, welches durch eine Lichtschranke im Laufwerk ausgewertet wird und den Anfangspunkt einer Spur auf der Diskette festlegt. Beim 3,5-Zoll-Laufwerken (Abbildung unten) rastet ein Zapfen in eine Aussparung der zentralen Metallscheibe ein, wodurch sich die Magnetscheibe in einem vordefinierten Zustand befindet.

Heute übliche Diskettenlaufwerke beschreiben beide Seiten einer Diskette und verfügen deshalb über zwei Schreib-/Leseköpfe. Die ersten Disketten waren nur für eine einseitige Nutzung vorgesehen, was findige Bastler jedoch nicht davon abhielt, sie durch Manipulationen beidseitig nutzbar zu machen. Die Diskette mußte dann, ähnlich einer MC gewendet werden.

  
Die Aufzeichnung von Informationen auf eine Diskette erfolgt nach der sogenannten "Tunnel-Löschmethode". Die Schreib- / Leseköpfe, die durch einen Schrittmotor angetrieben werden, haben einen speziellen Aufbau. Jeweils zwei Löschköpfe umschließen den eigentlichen Schreib- / Lesekopf. Beim Beschreiben einer Spur wird durch die seitlich angebrachten Löschköpfe links und rechts automatisch ein unbeschriebener Streifen angelegt. Dadurch wird sichergestellt, dass Daten genau definiert in der Mitte der Spur geschrieben werden. Die so zwangsweise geschaffenen "Grenzstreifen" verhindern eine überschneidung von Daten verschiederner Spuren.

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