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Slimline

Während sich alle anderen Gehäusetypen praktisch nur in Größe und Ausrichtung unterscheiden, kann man das (fast ausgestorbene)  Slimlinegehäuse schon ein wenig als "entwicklungsbedingte" Ausnahme betrachten. Aus diesem Grunde möchte ich ihm hier auch eine eigene kleine Vitrine widmen.




Wie schon in der Übersicht gezeigt, handelt es sich beim Slimline um einen in der Höhe äußerst flach gehaltenen Rechner, wobei die Grundfläche allerdings auf Grund der  damaligen Leiterkartenabmaße (Board) normalerweise genau die selbe Fläche wie ein Desktopgehäuse einnimmt. Die flache Bauweise ermöglichte es jedoch nicht, die notwendigen Erweiterungskarten senkrecht in die auf dem Board vorgesehenen Slots zu stecken. Aus diesem Grunde gehörte zum Lieferumfang eines solchen (Standard-)Gehäuses auch die unten dargestellte Platine, welche der Höhe des Gerätes angepasst war. Sie wurde, wie nebenstehend sichtbar, in einen Slot gesteckt und nahm die Erweiterungskarten horizontal auf.




Allerdings gab es damals auch Hersteller, welche eine wesentlich kompaktere Bauweise realisierten. Teilweise wurde bei gleicher Bauhöhe fast die Grundfläche einer A4-Seite ereicht. Doch bei diesen Geräten handelte es sich durchweg um Spezialkonstruktionen. Diese (auch preislich) sehr edlen Geräte waren oft schneller und leistungsfähiger als solche aus Standardbaugruppen "assemblierte", aber durch ihre spezifisch gefertigten Komponenten (Board, Netzteil, teilweise Floppys) war eine Auf- oder Umrüstung oft an den Hersteller gebunden und damit teuer.

Slimlinegehäuse wurden (industriell) auch oft als netzwerkgebundene Workstations eingesetzt, weil man hier durch Einsparung des Bauraumes für Festplatten mit deutlich kleineren Gehäusen auskam. Näheres dazu können Sie unter der Rubrik Netzwerkkarte erfahren.






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