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Prozessoren

Die Central Processor Unit (CPU)


Den Prozessor, im Folgenden auch CPU (= Central Prozessor Unit) genannt, möchte ich als den eigentlich grundlegenden Baustein eines Rechners bezeichnen. Alle anderen Baugruppen und Module setzen nur auf seine Intelligenz und Leistungsfähigkeit auf und unterstützen seine Möglichkeiten durch spezialisierte Zuarbeit. Das Motherboard ist die Trägerbaugruppe dieses zentralen Bausteins und deshalb möchte ich sie auch gleich nachfolgend abhandeln.

Obwohl der Einsatz von Prozessoren bereits 1971 mit dem von der Firma Intel® gefertigten Typ 4004 begann, beginne ich meine Darstellung erst mit einem ab 1982 eingesetzten Prozessor, der unter dem Pseudonym "80286" bekannt wurde. Eine Übersicht über die Entwicklung der Prozessoren können Sie hier erhalten.

Wichtig ist vielleich noch, dass fast alle hier dargestellten Prozessoren einen aufsteigenden Zahlencode trugen, der mit "80..." begann und vor- oder nachstehend den Namen des Entwicklers enthielt. Insider ließen die "80" aber grundsätzlich weg und sprachen von dem 286er ...



Den Ausgangspunkt und das über Jahre hinaus andauernde Highlight stellt für mich der 286er Prozessor mit 16-Bit-CPU dar, der durch seinen millionenfachen Verkauf den sogenannten IBM-Standard setzte. Man besaß damals im Gegensatz zu den vorherigen Modellen schon einen für diese Zeit recht leistungsstarken  Rechner. Das Betiebssystem (MS DOS 5.0) und die erhältlichen Programme erlaubten erheblich mehr, als die Vorgängermodelle hätten ahnen lassen.

Bei Klick auf die Grafik öffnet sich ein Poup-Fenster! CPU 286er, 12 MHz
CPU 286er, 12 MHz
Eine Weiterentwicklung stellte der 386er Prozessor dar, der als erster 32-Bit-Prozessor eine wesentlich höhere Rechengeschwindigkeit entwickelte. Er wurde zuerst in der SX-Version angeboten (die CPU arbeitete mit 32-Bit, die Peripherie wurde nur mit 16 Bit bedient), später folgte die voll auf 32 Bit ausgelegte DX-Version.
CPU 386er DXCPU 386er DX




An dieser Stelle ein kleiner Einwurf:
Man hatte festgestellt, dass ein "Rechner" bei der Bearbeitung rein mathematischer Aufgaben seine Probleme hatte. Er konnte, da er ja zusätzlich auch alle anderen Baugruppen koordinieren mußte, nicht besonders schnell rechnen. Man erfand also den Arthmetikprozessor, der ab dem 486er Prozessor in die eigentlichen CPU integriert war, körperlich aber eigentlich eine eigene logische Einheit darstellt. Schon ab der 8086er CPUs war deshalb optional ein Arithmetikprozessor (sozusagen der "Taschenrechner" für den Rechner) erhältlich, der bei hohem Rechenaufwand dem Prozessor zusätzliches Tempo brachte. Ab der 386er Prozessor-Reihe wurde er, wie man hier sieht, recht häufig eingesetzt. Bei Klick auf die Grafik öffnet sich ein Poup-Fenster! CPU 386er SX & Coprozessor


Der 486er Prozessor war die logische Folge des 386ers: Wieder um Einiges schneller und um den oben erwähnten - diesmal eingebauten - Coprozessor erweitert. Schon dadurch war er bei gleicher Taktfrquenz ca. doppelt so schnell wie sein Vorgänger.  Erwähnen sollte man dabei auch, dass dieser Prozessor als Letzter in dieser Reihe unter bestimmten Voraussetzungen ohne eigenen Lüfter auskam, was für heutige Rechner unmöglich ist und immer wieder für Probleme beim Einsatz sorgt.

CPU 486er


Einen weiteren großen Schritt bei der Entwicklung der heutigen Prozessortechnik machte dann Intel® mit dem "Pentium®"- Prozessor. Dieser hätte folgerichtig eigentlich auch "586er" heißen können, wurde aber aus patentrechtlichen Gründen so genannt. Sein in den Grundzügen noch heute gängiger Standard schaffte zwar gegenüber seinen Vorgängern  mit 133 MHz zuerst nur eine Sprung auf die 3-fache Rechengeschwindigkeit, hat sich aber seither recht zügig entwickelt.
CPU Pentium


Neben notwendigen Erweiterungen (MMX-Technologie, SSE usw.) hat sich seitdem die Entwicklung vorwiegend auf technologischem Gebiet varanbewegt. Die Prozessoren wurden immer schneller, die interne Software wurde überarbeitet und neuen Trends angepasst.

Einen optischen Überblick über die Größenverhältnisse sowie die Anzahl der Anschlüsse (Pins) einiger Standardprozessoren können Sie sich hier verschaffen.

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