Print This Page

Erweiterungskarten

PC-Erweiterungskarten


Speziell in den Anfangsjahren des Rechnereinsatzes war es auf Grund der Größe der eingesetzten Bauteile und der noch in den Kinderschuhen steckenden Technologie der Leiterplattenfertigung nicht möglich, alle Komponenten eines Rechners auf der Hauptplatine zu integrieren. Später war die Vielfalt der einsetzbaren Komponenten dieser mitlerweile möglichen Option im Wege. Erst ab der 486er Rechnergeneration wurde es üblich, die "prozessor-nähesten" Baugruppen, also zuerst den Host Bus Adapter (IDE-Controller) und - mit Abstrichen - die Grafik, später dann auch Sound-, Modem- und Netzwerkkarte mit auf dem Board zu integrieren.



Zu Beginn des hier beschriebenen Rechner-Zeitalters waren 2 PC-Erweiterungskarten in einem Rechner unabdingbar. Es handelt sich hierbei um den  sogenannten  "IDE-Controller" und um die "Grafikkarte". Letzterer habe ich  hier eine eigene  Vitrine gewidmet, wo Sie alles Wissenswerte nachlesen können. Auf die Identität des "IDE-Controllers" möchte ich jedoch hier etwas näher eingehen.

Als "Controller" werden im Bereich der Computertechnik elektronische Baugruppen oder Schaltkreise bezeichnet, die bestimmte Funktionen von Geräten steuern oder regeln und die Hardwarekompatibilität zwischen verschiedenen Systemen gewährleisten. So war z.B. für den Betrieb der unter "Laufwerke" gezeigten ST 4096 ein eigener Controller (MFM) notwendig, da dieses Gerät noch keine eigene Ansteuerung besaß. Spätere Geräte besitzen eigene Controller, benötigen jedoch eine Hardwareschnittstelle zur Kommunikation mit dem Computersystem. Eine solche Schnittstelle wird als "Host Bus Adapter" bezeichnet und um einen solchen handel es sich - genau genommen - auch bei der hier in Bezug auf den Anschluß von Festplatte, Floppy, Game, Maus und Drucker als „IDE-Controller“ bezeichneten Baugruppe.




Da es sich hier neben dem Prozessor um eine für die damalige Zeit recht zentrale Baugruppe handelt, möchte ich im Folgenden auch etwas näher auf den „IDE-Controller“ - wir bleiben doch bei dieser Bezeichnung? - eingehen.

Der nachfolgend dargestellte IDE (Integrated Disc Electronics) -Controller ist nicht nur eine  Schnittstelle zwischen einerseits dem Computer und andererseits den Massenspeichern (Festplatte, Floppy, CD-ROM), er verbindet zusätzlich auch noch fast alle Ein-/Ausgabegeräte (Maus, Drucker, Joystick, Modem ...) mit dem Rechner. Ohne ihn wäre also kein Datenaustausch im System und keine Kommunikation mit dem System möglich gewesen.

Diese Funktionen erfüllt er über 6 auf einer Leiterkarte integrierte Ports, die ich auf dieser weiterführenden Seite noch näher erläutere. Da es sich bei den angeschlossenen Geräten sowohl um interne Komponenten als auch externe Geräte handelte, wurde neben den standardmäßig an der Gahäuseaußenseite angebrachten Schnittstellen (rechts) noch ein zusätzlicher "Schnittstellenträger" eingesetzt, der die restlichen mechanischen Verbindungen an der Gehäseaußenseite zugänglich machte.
  
  IDE-Controller AT-Bus


Um nichts anderes als bei der oben dargestellten Controllerkarte handelt es sich hier, jedoch repräsentiert diese Baugruppe schon eine modernere Technologie. Es handelt sich um einen VLB  (Vesa Local Bus) - Controller, der durch wesendlich mehr Datenleitungen zu einer schnelleren Kommunikation mit dem Rechner (der CPU) in der Lage war. Um diese Möglichkeiten nutzen zu können, bedurfte es allerdings spezieller VL-Boards (siehe hierzu die Vitrine Boards). Die VL-Schnittstelle war jedoch nur kurze Zeit auf dem Markt, da sich andere -noch schnellere- Bussysteme durchsetzen konnten.
  
IDE-Controller VLB


Die Soundkarte (engl. Sound Card) als Teil der Hardware eines Computers kam mit der medialisierung der Computertechnik auf. Sie verarbeitet analoge und digitale akustische Signale und gibt sie über angeschlossene Lautsprecher aus. Der Anschluss erfolgt intern über den ISA-Bus, den PCI-Bus oder extern über die USB-Schnittstelle.
Soundkarten waren anfangs ein unerlässliches Zubehör für Spielefreaks und deshalb beim Finanzamt nicht absetzbar, gehören aber seit der neuesten Betriebssystemversionen einfach dazu ...
  
Soundkarte PCI
  
Die Netzwerkkarte (im englischen NIC für Network Interface Card) ist eine Erweiterungskarte zur Kopplung des PC zwecks Datenaustausch in ein lokales Netzwerk. Zuerst in Firmennetzen als Standardkomponente (Novell-Network, Intranet), wurde sie mit der schnellen Datenananbindung über Telefon- und Fersehkabel auch für den normalen Nutzer interessant. Eine kurze Einführung in einige der Nutzungemöglichkeiten dieser Komponente möchte ich auf dieser Seite vermitteln.
  
Netzwerkkarte ISA



Modem und ISDN-Karte waren die ersten Möglichkeiten, den Computer mit der "weiten Welt", also mit Telefon (FAX) und Internet zu verbinden. Die noch fehlenden Bilder werde ich hier so bald wie möglich eingefügen.

Mehr im Bereich der Wirtschaft angesiedelt war der SCSI-Controller. Auch zu dieser Baugruppe wird hier in einiger Zeit mehr zu erfahren sein ...



Letzte Seite: Floppy-Laufwerke
Nächste Seite: AT-Controller